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    Ähnlich einem Kreuzgang führen die Flure um den Innenhof herum. Kassettendecken und gelbe Linoleumböden sorgen für eine freundliche Atmosphäre.

    Bauherr: Bischöfliches Generalvikariat Essen

    Architekten: Hahn Helten + Assoziierte, Aachen

    Standort: Essen-Werden

    Adresse: Brückstraße 108

    Fertigstellung: 2006

    Fotos: Christian Richters, Münster

    Das von Pastor Cöllmann 1858 als Katholische Höhere Töchterschule gegründete Mariengymnasium im Stadtteil Werden zählt zu den ältesten Schulen in Essen. Im Jahr 2007 zog die bischöfliche Mädchenschule in den Neubau an der Brückstraße, in direkter Nachbarschaft der St.-Ludgerus-Basilika und der Folkwangschule. Das Aachener Architekturbüro Hahn Helten errichtete dort einen dreigeschossigen Solitär, der sich sensibel in die Talsituation samt vorhandener Vegetation einfügt: Der parallel zum Hang verlaufende Baukörper lässt den Blick auf die städtebaulich dominante Basilika frei und akzentuiert zugleich die Talaue zwischen den bewaldeten Hängen. Das Gebäude greift das Landschaftsrelief auf und führt es wie eine gebaute Topografie fort: Aus dem Hang des Kellerwaldes heraus entwickelt sich ein Natursteinsockel, der unter anderem die unterirdische Sporthalle der Schule aufnimmt. Im Gegensatz zu der kräfti-gen Sockelbasis aus Gabionen – mit Steinen gefüllte Gitterkörbe – wurde die Fassade der Obergeschosse aus satiniertem Glas und Aluminiumpaneelen gestaltet. Der Haupteingang befindet sich im großen Innenhof, der vom östlich gelegenen Porthofplatz zugänglich ist. Hier, im geschützten Hof, fallen zwei Bauteile besonders ins Auge: der um ein Geschoss angehobene Meditationsraum und der weitgehend geschlossene Bibliothekskubus. Im Innenraum bildet die über drei Geschosse reichende Aula das Zentrum des schulischen Lebens. Um sie herum gruppieren sich die Räume für Musik und Literatur, die sich bei Bedarf vollständig öffnen lassen. Die Erschließung der übrigen Unterrichtsräumeerfolgt über ein einhüftiges Flursystem, von dem sichvielfältige Blicke in den Innenhof bieten. Farbliche Akzentesetzt hier der gelbe Linoleumboden, der in den oberenGängen sowie in den Klassenräumen verlegt wurde.

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    Vom östlich gelegenen Porthofplatz gelangen die Schülerinnen über einen Durchgang in den ansonsten komplett umbauten Innenhof.
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    Über dem Steinsockel im Westen, hinter dem sich die zum Teil unterirdische Sporthalle befindet, liegt eine weitläufige Terrasse mit Blick auf die Basilika.
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    Richtung Westen öffnet sich die Aula mit großen Glasflächen zur Terrasse, die auch als Pausenhof genutzt werden kann.
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    Um dem turbulenten Leben des Pausenhofs zu entkommen, wurde der Baukörper, der den Meditationsraum aufnimmt, optisch um ein Geschoss angehoben.
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    In der Bibliothek sorgen schmale, horizontale Fensterschlitze sowie die Wand- und Deckenverkleidung aus sibirischer Lärche für ein angenehmes Arbeitsumfeld.
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    Die dreigeschossige Aula führt den Außenhof als geschützten Freibereich im Gebäudeinneren fort. Auch bei der Strukturierung und der Wahl der Materialien orientierten sich die Architekten an der Außenfassade.
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    Durch einen separaten Zugang kann die in das Gelände eingelassene Dreifachsporthalle auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden.
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    Die Klassenzimmer sind in den Obergeschossen untergebracht und liegen im ruhigen, dem Verkehr abgewandten Gebäudebereich. Die großen Fensterflächen lassen viel Tageslicht in die Räume, das den gelben Linoleumboden noch stärker leuchten lässt.
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    Lageplan